Messen/Messtechnik Grundlagen

Messen heißt vergleichen mit einer bekannten Größe.             Bekannte Größe: genaue, konstante
Vergleichsgröße. Es gibt eine stete Diskussion und Verbesserung der Vergleichsgrößen.
Beispiel Längenmessung: Früher Urmeter, heute Wellenlänge einer bestimmten
Atomstrahlung. Die Vergleichsgrößen haben einen Zusammenhang im Einheitensystem.
Früher das M K S A -System (Meter, Kilogramm, Sekunde, el.Stromstärke).
Seit 1969 gesetzlich das SI-System (Systéme International d’Unités).
7 Basiseinheiten
Länge Meter m Wellenlänge einer Atomstrahlung
Masse Kilogramm kg kg-Prototyp (Platinzylinder)
Zeit Sekunde s Periodendauer einer Atomstrahlung
el.Stromstärke Ampere A magn. Kraft zwischen zwei Leitern
thermodynamische
Temperatur Kelvin K 273,16te Teil des Tripelpunktes von Wasser
Lichtstärke Candela cd Lichtstärke eines schwarzen Strahlers
Stoffmenge Mol mol Anzahl von Kohlenstoffteilen (0,012kg 12C)
Aus den Basiseinheiten werden weitere Einheiten abgeleitet.
Beispiel: el. Kapazität Farad 1 F = 1 C/V
1 C = 1 A s
1 V = 1 J/C
1 J = 1 N m
1 N = 1 kg m/s²
Einheiten außerhalb des SI
u.a. Liter, Minute, Stunde, Tonne
zum Teil nur zeitlich begrenzt anwendbar.
Nicht mehr zugelassene Einheiten
u.a. Pond, at, atü, Torr, PS
Durch Messen (vergleichen) wird eine physikalische Größe nach Zahl und Einheit festgestellt (ermittelt).
Messgröße = Zahl * Einheit
z.B. U = 10 * 1 V
Begriffe nach DIN 1319 (Grundbegriffe der Messtechnik)
Die Messgröße ist die zu messende physikalische, chemische oder sonstige Größe.
Der Messwert ist der mit Hilfe einer Messeinrichtung ermittelte Wert (Zahl) der Messgröße.

Energie- & Umweltmanagement